Portugal März 2025

Rückreise Montag  24.März - Montag 31. März

Tag 27

Montag 24. März

Sevilla begrüsst uns heute Morgen mit einem wunderschönen blauen Himmel und Sonnenschein. Wir machen uns auf den Weg zur Stadtrundfahrt mit dem Hop on Hop off Bus. Zuerst laufen wir an der Stierkampf Arena vorbei ans Ufer des Canal de Alfonso XIII. Beim Torre del Oro befindet sich der Startpunkt. Der erste Bus ist schon voll, was nun. Erstmal einen Kaffee trinken, doch kaum sind wir weg, wird die Warteschlange immer länger. Also zurück und anstehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt der nächste Bus, aber es steigen nur wenige Passagiere aus. Genau vor uns ist Schluss mit einsteigen. Doch gleich dahinter folgt der nächste Bus und wir sind die ersten an Bord. Nun haben wir oben die vordersten Plätze mit der besten Sicht. Ich bewundere den Fahrer wie er sicher durch die engen Gassen und vorbei an den parkierten Autos fährt.

Auch wir bleiben sitzen und fahren weiter bis zur Haltestelle 4, der Plazza de América. Von dort geht es in den Parque de Maria Luisa, doch zuerst brauchen wir eine Erfrischung. Der Park ist wunderschön, mit den vielen unterschiedlichen Bäumen und Wasserspielen.

Danach geht es weiter zur Plazza de España. Diese ganze Anlage wurde von 1924-1928 von 1000 Arbeitern für die EXPO 1929 gebaut. Faszinierend bis ins kleinste Detail. Die vielen unterschiedlichen Kacheln, Mosaike, Schnitzereien und Decken Gestaltung, ein Wahnsinn. Wir können uns gar nicht satt sehen. Doch es ist schon später Nachmittag und wir haben Hunger. Zum Glück essen die Spanier auch sehr spät und so geniessen wir einen leckeren Salatteller.

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Heimweg, vorbei an der Kathedrale von Sevilla und durch viele kleine Gassen. Wir sind begeistert von dieser wunderschönen Stadt, doch auch etwas erstaunt über die vielen Touristen zu dieser Jahreszeit. 

Tag 28

Dienstag 25. März

Eigentlich war für heute der Besuch im Alcazar von Sevilla geplant. Als ich gestern Abend noch sicherheitshalber zwei Tickets buchen wollte merkte ich schnell das in diesem Monat keine mehr Verfügbar sind. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, vor allem nicht im März. Also kein Königspalast mit grosser Gartenanlage, sondern eine Alternative. Wir buchen Tickets für die Setas de Sevilla, die grösste Holzkonstruktion der Welt und machen uns mit den Bikes auf den weg.

Nachdem wir den Eingang im Untergeschoss gefunden haben geht es mit dem Lift nach oben, auf das Dach des grössten Sonnenschirms der auch Pilz genannt wird. Die Aussicht von hier oben auf die Dächer der Stadt und auch ins Hinterland ist Traumhaft schön. 

Irgendwie fühle ich mich da oben nicht so wohl, obwohl alles sehr stabil ist und nicht wackelt. Auf der Treppe nach unten sieht man Bilder vom Bau des Sonnenschirms. Unten angekommen genehmigen wir uns erstmal eine Erfrischung, gleich neben dem Eingang zum Markt. Wir sind neugierig und gehen hinein. Das ist ja eine richtige Markthalle mit allem was man braucht. Wir kaufen uns super leckere Sandwiches.

In Sevilla gibt es sehr viele signalisierte Velowege, insgesamt sollen es 77 km sein. Wir fahren zum Kanal und folgen im Flussaufwärts bis zum Ende. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher zum Monumento do Colon und schon haben wir das Ei des Columbus gefunden. Auf der anderen Seite fahren wir durch einen wunderschönen Park  und picknicken unterwegs. Velofahren in Sevilla ist mal etwas anderes und hat sehr viel Spass gemacht. Wir fühlen uns einfach besser in der Natur als in der Stadt.

Tag 29

Mittwoch 26. März

Nachdem wir erfolgreich das Auto aus der engen Tiefgarage ausgefädelt haben parkieren wir beim nahe gelegenen Hotel. Während Paul den Veloträger montiert hole ich die Räder aus der Garage, puh das wäre geschafft. Schnell sind wir auf der Autobahn gen Norden. Die Strasse gewinnt immer mehr an Höhe bis auf über 1200müM. Im Hintergrund sehen wir die ersten Schnee bedeckten Berge. Zum Mittagessen halten wir wieder an einem ausgeschilderten Restaurant abseits der Autobahn. Der grosse Parkplatz ist gut gefüllt, ein gutes Zeichen. Wir bestellen wieder das Menu mit Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränk für 12 Euro und werden nicht enttäuscht. Danach geht die Fahrt weiter durch weite Hochebenen und wieder hinunter auf etwa 500 Höhenmeter.

 

Unterwegs suche ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Kurz entschlossen buche ich ein etwas anderes Motelzimmer, nämlich eine Junior Suite. Wir sind ganz gespannt ob das wirklich so ist wie beschrieben. Die Reception ist ein Drive in, also man braucht nicht auszusteigen. Danach fährt man zum Zimmer und parkiert in der eigenen Garagenbox, von der aus es ins Zimmer geht. Unseres ist riesig und hat einen eigenen Whirlpool, eine Saune und zwei Doppelbetten. Wir haben ja schon einiges gesehen, aber sowas! Und dann noch zu diesem Preis, 100 Euro die Nacht, kaum zu glauben. Wir geniessen den Abend so richtig in unserer Wellness Oase.

Tag 30

Donnerstag  27. März

Wir schlafen sehr gut trotz der nebenan liegenden Autobahn. Das Wetter ist nicht so toll und streckenweise regnet es auch leicht. Unterwegs halten wir bei einem unscheinbaren Restaurant neben der Autobahn und essen sehr sehr feine Sandwiches. Das Wetter wird immer besser und als wir Lacanau-Oceane eintreffen haben wir strahlend blauer Himmel.

 

Das Hotel ist etwas in die Jahre gekommen und das Zimmer etwas klein, aber sauber und völlig ausreichend. Wir genehmigen uns erstmal einen Drink, im neu gebauten Restaurant auf der Terrasse, leider weht ein etwas kühler Wind. Wir spazieren etwas der Promenade entlang und anschliessend am Strand zurück. Das Abendessen im Hotel Restaurant ist sehr lecker und mal was anderes. Vor allem der Fischeintopf mit Lauch und Zucchetti und das anschliessende Dessert, ein Traum.

Tag 31

Freitag  28. März

Nach einem feinen Frühstück im schönen Hotel Restaurant starten wir unsere Velotour. Laut Wetterbericht soll es bis 16.00 Uhr schön sein. Die ersten 10 km sind abwechslungsreich auf einem schönen Veloweg. Danach geht es auf dem sehr ebenen ehemaligen Zug Trasse einfach nur noch gerade aus, sowas von langweilig. Wir kürzen die Route ab und fahren unterhalb des Sees durch tausende von Mücken. Auch am See gibt es schöne Sandstrände. Wir fahren weiter zum Strand von Carcans. Hier ist noch alles geschlossenen und irgendwie trostlos, aber der Strand und die Dünen sind toll.

Danach fahren wir zurück zum Hotel durch einen schönen Wald. Etwa in der Hälfte machen wir noch einen Abstecher zum wunderschönen Strand. Hier an der Küste wurden während des Krieges durch NS-Truppen mehrere Bunkeranlagen gebaut  um die Atlantik Küste zu sichern, die sogenannte Atlantik Wall. Ende der 80er Jahre wurden die meisten dieser Bunker, wenn sie nicht schon längst verlandet, zerbrochen oder im Meer versunken sind, abgerissen oder gesprengt. Wir fahren weiter und erreichen nach 48 Kilometern wieder unser Hotel. Am Abend gönnen wir uns ein leckeres thailändisches Essen.

Tag 32

Samstag 29. März

So, heute ist unser letzter richtige Ferientag, ab Morgen geht es auf direktem Weg nach Hause. Wir steigen nochmals bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigem Wind, der Küste entlang nach Süden. Die Fahrt geht auf einem separaten Fahrradweg durch den Wald. Zwischen uns und dem Meer hat es eine hohe Dünenkette und der Sand ist sehr tief und weich, sehr ansprechend beim laufen.

Nach etwa 14 km, beim noch geschlossenen Campingplatz le Porge Oceane drehen wir um und fahren auf dem selben Weg zurück. Kurz vor Lacanau-Oceane finden wir doch noch einen relativ einfachen Durchgang zum Meer und geniessen die Aussicht und die Sonne.

Wir sind am frühen Nachmittag zurück und gönnen uns einen feinen Coupe. Wir schlendern noch etwas durch die Fussgängerzone, hier ist im Gegensatz zu den Nachbarorten schon richtig was los. Am Abend geniessen wir nochmals ein feines Essen im Hotel.

Tag 33

Sonntag 29. März

Heute ist es endgültig Zeit nach Hause zu fahren. Bei strahlendem Sonnenschein verabschieden wir uns von Lacanau-Oceane, es war richtig schön hier und ein würdiger Abschluss. In Bordeaux ist eine wichtige Brücke gesperrt und wir irren etwas in der Gegend rum da keine Umfahrung signalisiert ist. Wir brauchen sicher etwa eine Stunde bis wir durch sind. Darum beschliessen wir auf Gebührenpflichtigen Autobahnen zum Hotel in Montceau les Mines zu fahren. Wir gehen am Abend zum Asiaten in der Nähe zum Essen und das Buffet ist sehr lecker.

Tag 34

Montag 30. März

Nach einem feinen Frühstück gehts nun in Richtung Schweiz. Wir kommen gut voran und tanken nochmals günstigen Diesel kurz vor Vallorbe. Kurz vor vier sind wir in Baar, perfekt. Doch beim Altersheimkreisel nimmt der Motor kein Gas mehr an. Wir rollen auf die Seite und versuchen es nochmals, doch das Auto bewegt sich keinen Millimeter. Auch unser Mechaniker Urs kann uns nicht weiterhelfen und so werden wir vom TCS abgeschleppt mit Verdacht auf Defekt des Automatikgetriebes.  Wir bekommen ein Ersatz Auto und laden unser Gepäck um, so haben wir uns das Ende der Ferien nicht vorgestellt.